Fetenkritik
Ich motze hier als Überlebender der Semestereröffnungsfete, die der AStA am 18.10. im Astarix ablaufen ließ. Ich wurde weder zerquetscht, noch bin ich am Sauerstoffmangel krepiert. Als besonders angenehm empfand ich die Atmosphäre nicht.
Natürlich nicht nur im physischen Sinne. Wenn die Fete nicht zuletzt dazu beitragen sollte, es Erstsemestern zu erleichtern, überhaupt mal Leute kennenzulernen, so dürfte dieser Zweck im dichtgedrängten Chaos weitgehend verfehlt worden sein.
Dies ist dem AStA vor allem deshalb anzulasten, weil das alles vorher abzusehen war, bei dem zu erwartenden Andrang und den begrenzten Räumlichkeiten. Zumal Erfahrungen von früheren Astarix-Feten vorlagen. Außerdem war klar, daß so wegen der Polizeistunde sehr früh Schluß sein mußte. Entsprechend waren dem AStA aus verschiedenen Fachschaften Alternativvorschläge gemacht worden, z.B. Schneidershof. Die dort in Frage kommenden Räumlichkeiten - Alte Cafeteria, Mensa, Aula - sind sicher nicht ideal, aber für solche Anlässe dem Astarix jederzeit vorzuziehen. Oder sollte um jeden Preis Werbung für's Astarix gemacht werden?
Katastrophal fand ich auch die Musik. Ob es Disco-Sound war, weiß ich nicht, ich kenn' mich da nicht so aus. Andrew, der Disc-Jockey, ein richtiger Engländer, hat es jedenfalls bestritten. Doch vom Hocker reißen konnte mich diese Musik absolut nicht, obwohl ich verdammt gerne tanze. Was Rockiges konnte ich nicht dazwischen erkennen, vielleicht ist die gute Musik ausgerechnet dann gelaufen, als ich im Keller die Chaplin-Filme geguckt habe, die zu den wenigen Lichtblicken des Abends gehörten.
Nörgelei? Ich war an diesem Abend schlecht drauf, meine Eindrücke sind zum Teil sehr persönlich, aber ich hab ja schon ne Menge andere Feten erlebt und andere Leute, mit denen ich gesprochen habe, empfanden die Situation genauso wie ich.
Klaus Blees
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