Welt-AIDS-Tag
Wie mit platten, dogmatischen Phrasen sogenannte Aufklärung betrieben wird, hat der Trierer AIDS-Beirat am "Welt-AIDS-Tag" - l .Dezember - demonstriert. Mit teilweise von Werbeagenturen verfaßten Broschüren wurden PassantenDiplomatisch ausgedrückt
Doch etwas anderes ist offenbar den hauptsächlich angesprochenen Jugendlichen nicht zuzumuten. Der Stadtjugendpfleger und ein AIDS-Hilfe-Mitarbeiter hielten es im Gespräch mit mir schon für gefährlich, wenn öffentlich würde, AIDS sei nach Auffassung einer Minderheit von Wissenschaftlern überhaupt keine Infektionskrankheit. Das könne die Leute zum Leichtsinn verleiten. Die Aufklärer scheinen ihre Klientel nicht für besonders mündig zu halten und offenbaren ein höchst ausgefallenes Verständnis von Diskussions- und Meinungsfreiheit.
Da nimmt es nicht Wunder, wenn der AIDS-Beirat abends im Offenen Kanal einen Film der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigte, der es, diplomatisch ausgedrückt, mit der Wahrheit nicht so genau nahm. Der Titel: "AIDS geht uns alle an." Vorgänge, die selbst von orthodoxen AIDS-Forschern allenfalls vermutet und in Computer-Simulationen nachgestellt werden, die aber nie jemand beobachtet hat, machte der Film zu feststellbaren Tatsachen: So arbeitet das tödliche Virus!
Damit die Trierer sich aber auch so richtig bedroht fühlen, gab's eine Broschüre über "AIDS im Regierungsbezirk Trier". Zahlen machen sich ja immer gut, sind schön objektiv, auch wenn sie bei genauem Hinsehen nichts aussagen. Vorausgesetzt wird kurzerhand, daß die HI-Viren Erreger von AIDS sind und Antikörper gegen HIV, wie sie im Test gemessen werden, keinen - eigentlich für Antikörper gerade typischen - Schutz bieten. So bekommen die Zahlen - geschätzte 200-300 - der Antikörperpositiven einen bedrohlichen Charakter, ungeachtet dessen, daß viele von ihnen symptomfrei sind.
HIV-Infektionen haben sich angeblich ausgebreitet. Haben sie das wirklich, oder steigen die Zahlen nicht einfach deshalb, weil sich immer mehr Menschen testen lassen und so mehr bereits vorhandene Infektionen bekannt werden? Sogar "AIDS-Papst" Gallo räumte ein, Letzteres treffe zumindest teilweise zu. (Auf einer Veranstaltung in Berlin, laut mündlicher Mitteilung von Kawi Schneider.) Dieser Virus-Columbus verdient ja genug an den Tests, die bei uns "das Land Rheinland-Pfalz" bezahlt.
Wenn von mindestens 30 Verstorbenen und ca. 150 Erkrankten mit "ersten Symptomen" (Regierungsbezirk Trier) gesprochen wird: Woran, bitte schön, sind sie denn erkrankt oder gestorben, und was sind überhaupt diese "ersten Symptome"? "AIDS" kann vieles bedeuten: Lungenentzündung, Hautkrebs (Kaposi-Sarkom) und noch über 20 andere Krankheiten, die per Definitionem als "AIDS" diagnostiziert werden dürfen, sobald mindestens eine davon gleichzeitig mit HIV-Antikörpern auftritt. Nach anderen Ursachen braucht dann nicht mehr gesucht zu werden, obwohl Gesundheitsrisiken katastrophalen Ausmaßes für alle AIDS-Risikogruppen kennzeichnend sind. Informationen zu den Vorgeschichten der Betroffenen wären da hilfreich gewesen, aber damit läßt sich keine allgemeine Angst erzeugen.
Vielleicht könnten manche Ideologien eine Immunschwäche gebrauchen, um gegen Kritik etwas anfälliger zu werden!
Klaus Blees
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