Vorbemerkung (Januar 2001): Seit einigen Jahren
startet die Trierer AIDS-Hilfe regelmäßig anläßlich
des "Welt-AIDS-Tages" gemeinsam mit Trierer Gastwirten eine Spendenaktion
unter dem Motto: "Solidarisch trinken". Besucher der beteiligten Kneipen
sind dabei gebeten, auf jedes Getränk einen freiwilligen Aufschlag
zugunsten der AIDS-Hilfe zu zahlen. Bei der Aktion 1996 ließ ich
den beteiligten Wirten folgenden Brief zukommen. Die im Anschluß
angeführte Literatur legte ich in Form von Fotokopien bei, was ich
davon im Internet gefunden habe, ist hier als Link markiert.
Trier, 16.12.1996
An die Beteiligten der Kneipen-Aktion zum "Welt-AIDS-Tag" 1996
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!
"Gut" und "gut gemeint" ist ja nicht immer dasselbe. Die Kneipen-Aktion zum "Welt-AIDS-Tag" 1996 ist in meinen Augen ein deutliches Beispiel dafür. Solche - zweifellos ehrlich gemeinten - Versuche, solidarisch mit AIDS-Kranken zu sein, beruhen leider auf Annahmen, die in der Regel überhaupt nicht in Frage gestellt werden, von deren Richtigkeit oder Unrichtigkeit jedoch sehr viel abhängt. Die Auffassungen über AIDS in der Öffentlichkeit sind von dem geprägt, was in Aufklärungskampagnen und Medien behauptet wird; die meisten bilden sich, wie mir scheint, ihr Urteil, ohne sich über die naturwissenschaftlichen, weltanschaulichen und politischen Hintergründe selber zu informieren, also aus Glaubensgründen, in blindem Vertrauen darauf, daß das, was beispielsweise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in die Welt setzt, schon stimmen wird. Die Konsequenzen solch blinden Vertrauens können verhängnisvoll sein.
Wer sich mit "AIDS-Kranken" solidarisiert, setzt ja schon voraus, daß die medizinische Diagnose "AIDS" bei den Betroffenen ihre Berechtigung hat, akzeptiert also, daß Menschen mit diesem stigmatisierenden Etikett versehen werden und obendrein als unheilbar Kranke und hoffnungslos Todgeweihte abgestempelt bleiben. Was unter anderem schon eine Vielzahl AIDS-Diagnostizierte und auch vollkommen gesunde, als "HIV-positiv" eingestufte Menschen in den Selbstmord getrieben hat.
Beruht die Diagnose "AIDS" wirklich auf Wissen über die Ursachen,
ergibt sich die Stigmatisierung und Diskriminierung davon
Betroffener also erst aus einem Mißbrauch seriöser medizinischer
Befunde für ganz andere Zwecke, oder fängt der Mißbrauch
nicht schon mit der Diagnose selbst an?
Unumstritten ist, daß es keine speziellen AIDS-Symptome gibt, sondern die Betroffenen an ganz konkreten, schon lange bekannten Krankheiten leiden, zum Beispiel Lungenentzündung, Kaposi-Sarkom, Tuberkulose, Pilzerkrankungen oder verschiedenen Herpesformen, um nur einen Ausschnitt zahlreicher Krankheiten zu nennen, deren Auftreten unter bestimmten Voraussetzungen zur Diagnose "AIDS" führt, vorzugsweise dann, wenn die Ergebnisse bestimmter Laboruntersuchungen, sogenannter "AIDS-Tests" oder "HIV-Antikörper-Tests", positiv sind. Bezeichnend für AIDS-Diagnosen ist, daß die betreffenden Krankheiten dabei nicht einfach nur mit ihren bekannten Namen versehen werden, sondern zusätzlich als Symptome von "AIDS" gelten, mit allen dazugehörigen Konsequenzen: Stigmatisierung, Diskriminierung, medizinisches Todesurteil, manchmal auch Strafverfolgung bei Sex ohne Kondom usw.
Wann Menschen mit bestimmten Krankheiten als "AIDS-Patienten" eingestuft werden sollen, ist nämlich durch Richtlinien den Ärzten von oben vorgegeben. Für Deutschland sind diese festgelegt in der "AIDS-Falldefinition für die epidemiologische Überwachung in Europa" des Bundesgesundheitsamtes (BGA), die seit 1.7.1993 in dieser Form gilt und - auch nach Auflösung des BGA - nach wie vor gültig ist. Eine Kopie dieser Richtlinien liegt bei.
Diejenigen, die auf diese Weise zu "AIDS-Kranken" definiert werden, sind angeblich deswegen krank, weil sie mit einem Virus, dem HIV, infiziert sein sollen, welches das Immunsystem zerstören soll, um sie auf diese Weise für alle möglichen Krankheiten anfällig zu machen. Diese Infektion mit einem angeblich tödlichen Virus wird durch die "AIDS-Falldefinition" bei den Betroffenen einfach vorausgesetzt, in manchen Fällen sogar OHNE positiven Testbefund, ansonsten bei Positivität im Antikörpertest. Es wird also nicht das HIV nachgewiesen, sondern lediglich Antikörper, bei denen es sich angeblich um Antikörper gegen HIV handelt. Daraus wird gefolgert: wo diese Antikörper sind, da muß auch HIV sein. In einer 1993 veröffentlichten Studie gelang es jedoch australischen Wissenschaftlern, zu zeigen, daß diese Schlußfolgerung nicht haltbar ist, daß es pure Spekulation ist, die in den Tests gemessenen Antikörper als Antikörper gegen HIV anzusehen. Zur wissenschaftlichen Fragwürdigkeit der "AIDS-Tests" liegt ein Artikel der Biologin Ilse Lass bei, in dem die Ergebnisse der australischen Studie in leicht verständlicher Form zusammengefaßt sind.
Ein Ergebnis dieser Studie und anderer wissenschaftlicher Untersuchungen
ist auch, daß ein direkter Nachweis von HIV bisher
noch nie gelungen ist, sondern immer nur Teile von Eiweißen und
Erbsubstanz gefunden wurden, die AIDS-Forscher für Bestandteile von
HIV halten und aus denen sie eine MODELLVORSTELLUNG von HIV konstruiert
haben. Mit anderen Worten: Es ist nichtmal bewiesen, ob es HIV überhaupt
gibt. Das Problem des HIV-Nachweises hat der Biologe und Virusexperte Stefan
Lanka in einem ebenfalls beigefügten Artikel behandelt.
Eine wissenschaftliche - und gleichzeitig politische - Kontroverse darüber, ob "AIDS" wirklich eine tödliche und durch ein sexuell übertragbares Virus verursachte Krankheit ist, gibt es eigentlich schon von Anfang an, obwohl diese Kontroverse in den deutschen Medien - im Gegensatz etwa zu den britischen und US-amerikanischen - von wenigen Ausnahmen abgesehen totgeschwiegen wurde. Zu den Ausnahmen in Deutschland zählt ein Artikel in der Zeitschrift PSYCHOLOGIE HEUTE, der einen ganz guten Überblick über den Stand der Kontroverse gibt und von dem ich deshalb ebenfalls eine Kopie beilege.
Da die mit dieser Kneipenaktion unterstützte AIDS-Hilfe ihre Betreuungs- und Aufklärungsarbeit also auf mehr als fragwürdigen Grundlagen aufbaut, seien noch einige sich hieraus ergebende Folgen angeführt, zu deren Förderung derartige Unterstützungsaktionen unvermeidlich beitragen:
- Betroffenen wird die Hoffnung auf Heilung geraubt, stattdessen werden
sie häufig mit hochgiftiger Chemotherapie behandelt, die als angeblich
lebensverlängernd vermarktet wird.
- Heilungen von Patienten, die sich dieser Todespropaganda und den
üblichen medizinischen Maßnahmen entziehen, die stattdessen
Alternativen gesucht und gefunden haben, werden ignoriert, denn sie passen
nicht ins Bild von der "tödlichen Seuche".
- Indem AIDS auf ein trickreiches Virus zurückgeführt wird,
dem mit herkömmlichen Mitteln nicht beizukommen sei, wird als wichtigste
Chance der Zukunft die Gentechnik propagiert, die damit eine neue Rechtfertigung
erfährt. AIDS-Forschung ist weitgehend gentechnische Forschung. Sie
zu unterstützen heißt im Klartext, sich für die Förderung
der Gentechnik einzusetzen und damit für Eingriffe ins Erbgut, deren
Folgen unabsehbar sind.
- Errungenschaften in der Folge des Aufbruchs der 60er Jahre werden
rückgängig gemacht, insbesondere sexuelle Liberalisierung und
der erkämpfte Abbau von Diskriminierungen gegen Schwule, Schwarze
und andere gesellschaftlich ausgegrenzte Gruppen. Schwulen wurde AIDS zuerst
angehängt, viele von ihnen haben dies verinnerlicht und haben kapituliert,
sehen sich selbst als besonders gefährdete Gruppe. Eingeschüchtert
mit derartiger Propaganda wird aber auch die Gesamtbevölkerung, besonders
Jugendliche. An die Stelle von Moral und Androhung von Höllenstrafen
ist die Drohung mit einem bösen Virus getreten, die Hölle heißt
jetzt "AIDS", der Teufel "HIV". Hier entpuppt sich sogenannte "AIDS-Aufklärung"
als Teil einer Erziehung zur Anpassung an herrschende Normen.
- In Afrika und zunehmend auch Asien werden typische Elendskrankheiten,
die auf Unterernährung, miserable hygienische
Bedingungen und medizinische Unterversorgung zurückzuführen
sind, zu einer dort grassierenden AIDS-Massenseuche umdefiniert. Nicht
die massive Ausbeutung dieser Weltregionen durch die Industriestaaten braucht
mehr für das Elend verantwortlich gemacht zu werden, sondern jetzt
ist es ein Virus.
Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.
Hier spielen die AIDS-Hilfen eine unrühmliche Rolle, auch wenn ihre Mitarbeiter selber in der Regel in gutem Glauben handeln.
Ich hoffe, Sie/Euch ein wenig zum Nachdenken anregen zu können, bin für jedes Feedback natürlich dankbar. Denjenigen, denen es zuviel ist, das gesamte beiliegende Material zu lesen, empfehle ich zumindest den PSYCHOLOGIE HEUTE-Artikel, um einen Eindruck zu gewinnen, worum es geht. Wer andererseits noch mehr Material möchte, kann sich gerne an mich wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Blees
Anlagen:
1. Bundesgesundheitsamt,
AIDS-Zentrum: Erweiterung der
AIDS-Falldefinition
für die epidemiologische Überwachung in Europa
zum 1. Juli 1993
2. Ilse Lass: Ein
kurzer Abriß verschiedener "AIDS-Tests". Aus:
Projekt Kritische
AIDS-Diskussion: * AIDS * Afrika *
Bevölkerungspolitik
* . Berlin 1995
3. Stefan Lanka: HIV
- Realität oder Artefakt? Aus: raum & zeit
77/95
4. Hans-Walter Leonhard/Gerhard
Glück: Was
verursacht AIDS? Aus:
PSYCHOLOGIE HEUTE
5/94
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